STIMMEN GEGEN DAS SCHWEIGEN
Auftakt zum November – gemeinsam gegen Gewalt an Frauen
Ausstellung – Chor – Vortrag
Donnerstag, 29. Oktober 2026
Einlass: 18:30 Uhr | Beginn: 19:00 Uhr Eintritt frei |
Anmeldung – wenn möglich – unter www.sankt-petri-do.de
Ein besonderer Mittelpunkt des Abends ist die Ausstellung „Ich breche mein Schweigen – Bild für Bild" einer Transfrau. In ihren Bildern verarbeitet sie persönliche Erfahrungen und gibt dem Ausdruck, was lange nicht in Worte gefasst werden konnte. Als Transfrau macht sie dabei auch die besondere Vulnerabilität und Mehrfachdiskriminierung sichtbar, der betroffene Frauen ausgesetzt sein können.
Die Ausstellung wird an diesem Abend erstmals exklusiv dem Publikum präsentiert und ist damit vor ihrer öffentlichen Präsentation am Ende des Jahres zu sehen.
Im Anschluss widmet sich der Abend weiteren Facetten von Gewalt gegen Frauen.
Der Vortrag „Wenn der sichere Ort fehlt – Gewalt gegen wohnungslose Frauen" von Ilda Kolenda richtet den Blick auf die besondere Gefährdung und Lebenssituation wohnungsloser Frauen. Unsichere Wohnverhältnisse führen relativ schnell zu Wohnungslosigkeit – davon sind viele Frauen betroffen. Der Vortrag zeigt, wie es dazu kommt und welchen besonderen Gewalterfahrungen Frauen in dieser Situation zusätzlich ausgesetzt sind.
Der Vortrag „Unsichtbare Wunden – Trauma und Folgen von Gewalt gegen Frauen" von Dr. Wibke Voigt beschäftigt sich mit den langfristigen psychischen und sozialen Folgen von Gewalterfahrungen. Körperliche, psychische und sexuelle Gewalt kann zu Symptomen führen, die das alltägliche Leben dauerhaft deutlich erschweren. Anhand der Neurobiologie des Traumagedächtnisses erklärt Dr. Voigt, wie diese Symptome entstehen und was Frauen dagegen tun können.
Im Rahmen des Projekts „Den Takt angeben" des Migrantinnenvereins Dortmund e. V. gestaltet der Migrantinnenchor den Abend mit der Performance „Laut gegen das Schweigen – unsere Stimmen verbinden". In einer Komposition aus Chorgesang, Stimmen und Def-Rahmentrommeln machen die Frauen ihre Erfahrungen hörbar, nehmen selbstbestimmt Raum ein und setzen ein kraftvolles Zeichen gegen Gewalt, für Solidarität und für das gemeinsame Brechen des Schweigens.
Zudem findet an diesem Abend eine Fotoaktion statt: Unter dem Motto „Dortmund sagt Nein zu Gewalt an Frauen" sind Sie herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Die entstandenen Fotos werden den gesamten November begleiten und veröffentlicht.
Der Abend wird ermöglicht durch die Arbeitsgemeinschaft Dortmunder Frauenverbände, das Gleichstellungsbüro Dortmund und die St. Petri Kirche Dortmund.